Makolla
Der Parlamentarische Geschäftsführer der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Jens Nacke, hat der Vorsitzenden der niedersächsischen Grünen eine „inkonsequente“ und „unaufrichtige“ Haltung in der Debatte um Landtagskandidat Ulf Dunkel vorgeworfen. Die von Anja Piel eilig ausgesprochene Distanzierung von ihrem Kandidaten sei vor allem dem nahenden Wahltermin geschuldet. „Im Internet lassen sich Dunkels krude antisemitische Thesen bereits seit Anfang Oktober vergangenen Jahres finden. Ich frage mich, wieso jemand bei den Grünen für den Landtag kandidieren kann, der in der Beschneidungsdebatte über Monate unverhohlen und öffentlich mit Begriffen wie ,Sondergesetz‘ oder ,Sonderbehandlung‘ für Juden hantiert? Und wieso stört es Frau Piel nicht, wenn Herr Dunkel fordert, dass ,irgendwann mal Schluss mit der Erbsünde‘ seien müsse, damit ,Kritik aus Deutschland an israelischer Politik oder jüdisch-religiösen Riten nicht gleich im Keim erstickt‘ werde?“
Um die Position der Grünen im Fall der antisemitischen Äußerungen Dunkels zu klären, hält Nacke eine parlamentarische Auseinandersetzung mit dem Thema für notwendig. „Wir müssen in der kommenden Legislaturperiode intensiver mit den Grünen über Prämissen diskutieren, die sich aus der deutschen Geschichte auch für die niedersächsische Landespolitik ergeben.“ Quelle: CDu Landtagsfraktion
