24.09.2014

Werte und das „liebe Geld“ Themen der Landestagung

Werte und das „liebe Geld“ oder besser ausgedrückt die Sorge um die Ersparnisse waren die Themen des diesjährigen Landestages der Senioren-Union im CDU-Landesverband Oldenburg.


Josef Holtvogt

Rund 80 Delegierte und Gäste kamen zum diesjährigen Landesdelegiertentag der Senioren-Union im CDU-Landesverband Oldenburg in Wardenburg, um u.a. die Delegierten und Ersatzdelegierten für Bundesdelegiertenversammlung zu bestätigen bzw. nach zu wählen.

Nach der Begrüßung durch den Landesvorsitzenden Egon Müller aus Damme, der Feststellung und Beschlussfassung der ordnungsgemäßen Ladung, der Beschlussfähigkeit und der Tagesordnung galt es die für eine Tagung notwendigen Kommissionen zu wählen.
Per Akklamation bestätigten die Delegierten das Präsidium, bestehend aus dem Vorsitzenden und seinen zwei Stellvertretern, die Mandatsprüfungs- und Stimmzählkommission.

Für den CDU-Landesverband Oldenburg hielt der Landesvorsitzende
Franz-Josef Holzenkamp das Grußwort.
Er sprach u.a. die Unruhen in der Ostukraine an und verwies dabei mit einem Hinweis auf das Alter auf Konrad Adenauer, der immer wieder für ein Europa in Frieden und Freiheit geworben hatte.
Weiter appellierte er, für das gesellschaftliche Zusammenleben wieder verstärkt die Werte und Grundsätze christlicher Politik zu diskutieren.
Mit Blick auf das Jahr 2014 ging er auf den Ausbruch des ersten Weltkrieges ein.
Er endete mit dem Dank an alle Mitglieder der Senioren-Union für ihr Engagement innerhalb der Union. „Ich bin froh, dass es die Senioren-Union in der CDU-Familie gibt“, hieß es abschließend.

Es folgte der Bericht des Landesvorsitzenden.
Egon Müller ging auf die positive Mitgliederentwicklung ein und verwies dabei auf den Kreisverband Ammerland. Dort konnte das 1001. Mitglied begrüßt werden.
Seinen Schwerpunkt legte er aber auf die Mobilität und Beweglichkeit im Alter.

Angesichts der Lebenssituation von Älteren und das Alleinsein zu Hause möchte er die Tagespflege ausbauen – mit einer guten Tagesstruktur.
Kommunalpolitiker sollten Hochbetagte mit ihrem eingeschränkten Aktionsradius im Blick nehmen. Dazu gehört eine funktionierende Infrastruktur.
Weiter verwies er auf die ärztliche Versorgung und das aktuell diskutierte Hausarztthema.
Die „Mütterrente“, deren Auszahlung nun begonnen hat, bezeichnete Müller als Erfolg der Oldenburger CDU.
Wichtig war ihm auch der Hinweis zu Ehe und Familie nach dem Grundgesetz.
Dort heißt es: -Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung. Und: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
Die Energiepolitik streifte er mit dem Blick auf die Kosten für Rentner und Pensionäre in ihrer aktuellen Wohnsituation. Hier darf es aus seiner Sicht nicht zu einer Überforderung kommen.

Die stellvertretende Landesvorsitzende
Frau Heidi Exner, gab einen Bericht über die Bundesdelegiertenversammlung in Schwerin. Dort wurde sie erneut mit einem hervorragenden Ergebnis in den neuen Bundesvorstand gewählt.

Es folgten der Bericht des Landesschatzmeisters Karl Krieger, mit einem ausgeglichen Haushalt und der Bericht des Kassenprüfers Rolf Lambertz, der auch die Entlastung des Vorstandes beantragte. 

Begeisternd war das Referat des Gastes,
Prof. Dr. Klaus-Ferdinand Edeling, von der Oldenburgischen Landesbank. In einem bildhaften Vortrag ging er auf die ihm gestellten Fragen: „Wie sicher ist unser Geld wirklich? Und was bleibt vom Ersparten?“ ein.
Er erläuterte die komplexen Finanzthemen, den Weg hin und aus der Krise und die unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten.
Wichtig waren ihm die Begriffe Erkenntnis, Richtung, Folgerungen, Orientierung, Lösungsideen und Genuss.

Dabei warb er auch für ein von ihm geschriebenes Buch. „“Krise 4.0 – Navigation durch die Finanzmarktturbulenzen” (ISBN-10: 3844814272), welches in gut geführten Buchhandlungen zu erwerben gibt.
Es folgte eine angeregte Diskussion.

Nach oben